Bauernlädle Eisenmenger

Regional und Gesund



1.1. Charakterisierung und kurz gefasste Entwicklung des Unternehmens

Unser Betrieb befindet sich seit 1874 in Familienbesitz. Zuvor war unser Betrieb im Besitz von Johann Karl Schmalzriedt, der im Jahr 1847 Christine Luise Linckh geheiratet hat und unser Wohnhaus erbaute. Im Jahre 1874 wurde der Betrieb an die Tochter Marie Luise Schmalzriedt übergeben, die im gleichen Jahr Friedrich Karl Eisenmenger heiratete und ab diesem Zeitpunkt den Hof mit ihrem Mann gemeinsam bewirtschaftete. Im Jahre 1912 wurde der Betrieb von seinem Sohn Karl Hermann Eisenmenger übernommen. Mein Großvater Rudolf Eisenmenger ist 1916 auf unserem Hof geboren und übernahm nach dem Verlust seines Vaters Karl Hermann Eisenmenger bereits im Alter von 18 Jahren (1934) die Aufgaben des Betriebsleiters.

Im Jahre 1951 wurde auf unserem Hof mein Vater, Albrecht Eisenmenger, geboren. Mittlerweile führt er seit 1981 zusammen mit meiner Mutter, Brigitte Eisenmenger, unseren landwirtschaftlichen Betrieb in der vierten Generation. Seit 1963 werden auf unserem Hof Legehennen gehalten. Im Laufe der Zeit wurde die Legehennenhaltung immer weiter um- und ausgebaut.


Bis zu dieser Zeit war ein Mischbetrieb vorhanden. Schließlich war es mein Großvater, der im Jahre 1966 die Direktvermarktung als neues Standbein für unseren Betrieb erkannte und den Eierverkauf mit einem Lieferwagen einführte. Schon bald stellte sich heraus, dass sich die Hühnerhaltung und die Direktvermarktung zu immer bedeutenderen Betriebszweigen entwickeln würden.

Unser derzeitiges Wohnhaus wurde von 1977 bis 1980 von meinem Vater komplett saniert. Im Jahr 1980 begann meine Mutter mit der eigenen Nudelproduktion. Somit wurde bei der kompletten Sanierung unseres Wohnhauses im Erdgeschoss eine kleine Nudelproduktion eingerichtet. Durch einen Anstieg der Nachfrage wurde im Jahre 1984 eine zusätzliche Erweiterung der Nudelproduktion durchgeführt.

Im Jahre 1971 erbaute mein Großvater zusammen mit meinem Vater ein Mehrfamilienhaus in unserem Garten, in dem fünf Wohnungen zur Vermietung angeboten werden. Eine der fünf Wohnungen in diesem Haus ist später einmal für die Altenteiler vorgesehen.

Der stark ammoniakhaltige Hühnermist machte 1991 aus wasserschutzrechtlichen Gründen den Bau einer neuen Mistlagerung notwendig. Dadurch wurde eine Misthalle für den Hühnermist und die Unterstellung unserer Maschinen erbaut. Im Jahr 1995 wurde Pulverdingen an die Kanalisation angeschlossen, somit wurde unsere Hoffläche mit Knochensteinen ausgelegt. Um die Nudelproduktion rationeller zu gestalten und neue Produktionsrichtlinien erfüllen zu können, wurde im Jahr 2002 ein Teil der Wirtschaftsräume im Erdgeschoss unseres Wohnhauses umgebaut. Im Jahre 2006 wurde unser Legehennenstall von Käfighaltung auf Bodenhaltung umgebaut. Im Frühjahr 2007 wurde der Wunsch meiner Mutter umgesetzt und ein größerer Hofladen im Erdgeschoss unseres Hauses neu gestaltet. Als weitere Renovierung wurde 2009 das gesamte Dach unseres Getreidelagers (erbaut 1819) erneuert. Im Jahre 2010 renovierten wir das Dach des Hühnerstalles und installierten auf der Südseite des Daches eine Photovoltaikanlage mit 29,64 kwh.